Imertnebes

Die Priesterin Imertnebes
Die Göttin Renenwetet
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Photo's: National Museum of Antiquities Leiden

Die Priesterin Imertnebes

Die Nada Chroniken,

Lieferung 39

Hans Brockhuis
Übersetz von Ashtar-Linara



Imertnebes, der hemet-Netjer oder der Diener Gottes schob langsam den schönen gestickten Schleier zur Seite und schritt langsam über die Schwelle des Heiligtums. Dann kniete sie sich in einer fliessenden Bewegung vor ihrer Göttin Renenwetet nieder. Die junge Frau, die in ihrem fast durchsichtigen Gewand aus reinem Leinen fast wie ein grosser weisser Vogel aussah, murmelte ihr Morgengebet, während die Göttin mit dem Schlangenkopf voller Mitgefühl auf sie herunterblickte.

„O Renenwetet, gefürchtet von den Göttern, Ausdruck des vergöttlichten Gewobenen Kleides. Wie glücklich sind jene, die Dich sehen, ausgestattet mit Deinem Kopfschmuck von Re’s Stirn. Dein königlicher Schurz ist Hathor, und Deine Feder ist die Feder eines Falken, und mit all dem steigst Du zum Himmel empor mit Deinen Brüdern, den Göttern... [...]“

Nach dem Gebet beeilte sich Imertnebes (Nibi für enge Freunde), die Gaben vorzubereiten, welche der Göttin solange es noch kühl war in Kürze geopfert werden sollten. Einen Moment später kamen sowohl die Vorbeter als auch die Sänger, welche sie hinter dem Schleier während der Opferzeremonie begleiten würden.

Wie gewöhnlich stand der Tempelkomplex der Stadt nahe dem Nil in Oberägypten. Die Siedlung der gewöhnlichen Menschen lag ein wenig weiter jenseits, und es geschah äusserst selten, dass ein Normalsterblicher mit einem Gesuch oder einem anderen Auftrag an dem Tor klopfen würde. Trotzdem gab es viel Kontakt mit den Leuten. Dort wurden sie weitgehendst mit den Lebensmitteln, welche für das Dankopfer gedacht waren und für die Göttin Renenwetet ausgewählt wurden, versorgt.

Bald würde ein Fest in der Stadt stattfinden. Am 29. Hathyr jeden Jahres führt Renenwetet in einem Mesektet-Boot eine Prozession an. Die Vorbereitungen waren in vollem Gange und kamen gut voran, so dass Imertnebes eine Audienz halten konnte. Nachdem sie durch den Rhythmus der Worte der Vorbeter und der Trommeln in eine Trance versetzt wurde, begann sie eine Seelenreise zur oberen Welt, um die Göttin zu treffen und sie zur Übermittlung der Antworten auf Fragen einzuladen. Wenn nötig, würde sie danach zur Unterwelt absteigen, um die Seelen, die hinübergegangen sind, zu begleiten, oder um die kranken Seelen ins Hier und Jetzt zurückzubringen.

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Während sie Make-up auf ihre mandelförmigen Augen auftrug und darüber nachdachte, was sie gefragt werden würde, klopfte ein Bediensteter gegen eine der Säulen am Eingang. Ihre treu ergebener Dienerin Nuthotp – die aus Negada kam – bat um die Erlaubnis, einzutreten. Nachdem sie die vorgeschriebene Ehrerbietung absolvierte, bedeutete Imertnebes ihr, dass sie sprechen durfte. Die Dienerin stammelte: „Herrin, gerade kam ein Diener des Schriftgelehrten Meranchef an. Er trug ein Papyrus mit sich.“

Das war höchst ungewöhnlich, und Imertnebes
hatte so etwas vorher noch nie erlebt. Sie runzelte die Stirn. „Sagte der Mann etwas?“ „Nein, Herrin,“ war die Antwort, „das war alles.“ Mit gesenktem Kopf händigte sie die Rolle aus, und nachdem ihre Dienerin gegangen war, las sie die Botschaft.

„Ich bin der oberste der Schriftgelehrten, Meranchef, und Regierungsoffizieller des Pharao. Im Auftrag des Pharao regle ich die Steuereinnahmen und die Gerichtsbarkeit in diesem Bezirk. Ich bin eine sehr wichtige Person, und wegen dieser Funktion und da ich ein Sohn dieses Landes bin, ehre ich Renenetwet, gefürchtet von den Göttern, sehr. Im gleichen Ausmass respektiere ich Dich, Dienerin der Göttin, und lasse Dich wissen, dass ich während der Audienz der Göttin eine Frage stellen werde, auf die ich eine nützliche Antwort erwarte. Weiterhin bitte ich Dich, diesen Brief sofort zu vernichten.“

Das war alles, aber Imertnebes war wegen der Konsequenzen dieses Papyrus schockiert. Meranchef war ein wichtiger Mann. Seine Worte zu ignorieren, könnte schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Mehr noch, wenn sie nicht imstande wäre, auf die Frage keine andere als eine ungünstige Antwort zu geben, würde sie den Zorn der Göttin heraufbeschwören. Sie hatte bei ihrer Einweihung der Göttin gegenüber Loyalität geschworen, und es wäre undenkbar, dass sie ihre Worte ignorieren würde. Kurz – sie war in eine sehr schwierige Position gebracht worden, und – da sie niemand um Rat fragen konnte wegen ihrer schwierigen Lage, da sie die Personifizierung der Göttin war – eine schwere Last war auf sie gelegt worden. Ihre vorher sonnige Stimmung wich einem Kopf voller Zweifel, und das einzige, woran sie denken konnte, war, zum Tempel zu gehen, und die Göttin selbst um Rat zu bitten.

Wenige Momente später kniete sie sich nieder, um ihre Frage an die Göttin zu formulieren. Renenwetet wusste, um was es ging und antwortete mit folgendem Rat:

„Imertnebes, meine liebe Freundin, fürchte Dich nicht. Die Frage, die Meranchef stellen möchte, wird Dich und alle Anwesenden in Verlegenheit bringen. Aber sie wird Euch nicht verletzen. Bist Du nicht die Dienerin der Göttin, die von den Göttern gefürchtet ist? Ist das ein Unterschied zu den Sterblichen? Antworte frei. Als Du in dieses Leben inkarniert bist, gabst Du Dein Wort, dass Du immer mit mir verbunden bleibst; das gleiche gilt auch umgekehrt. Vertraue darauf, liebste Freundin. Wir werden uns bald treffen, und genau wie für Dich wird das auch für mich ein grossartiger Tag sein.“

Die wohlbekannte Stimme, die immer auf einer unbewusster Ebene zu ihr sprach, verstummte. Es war gut, so, wie es war. Sie würde die Audienz vertrauensvoll erwarten, und sie würde die Fragen, die man an sie richtet, beantworten. Was dann passiert, war nicht sicher, aber es würde sie nie mehr verletzen.


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Die Audienz ging ohne schockierende Ereignisse weiter. Die gewöhnlichen Fragen drehten sich um Landbesitz, Streitigkeiten zwischen Nachbarn und Geldprobleme. Obgleich sie nicht der Richter der Gegend war – das war Meranchef -, wollten die Bewohner ihre Fragen an religiösen Feiertagen an Imertnebes richten, denn es kostete viel Geld, vor den zivilen Gerichtshof damit zu treten. Demgegenüber gab man der Priesterin eine kleine Spende für die Göttin, und da ihre Antworten immer grosse Weisheit gebaren, kamen die Zivilisten zu diesen Gelegenheiten in grosser Anzahl. Imertnebes neigte dazu, ihre Audienzen von einem grossen Sitz auf einer hohen Terrasse vor dem Tempel zu halten, getrennt von der zusammengekommenen Menge durch neun Stufen im Vorhof.

Die jungen Priester begleiteten einen nach dem anderen der Fragesteller und ihrer möglichen Gegner auf die Stufen. Die Angelegenheit war noch in der Schwebe, als einer der jungen Priester die Frage und die Umstände in kurzen Stichworten vortrug. Imertnebes reichte danach – in Trance – die Antwort von Renenwetet weiter, und danach wurde der nächste Fragesteller zur Terrasse geleitet.

Gegen Ende des Nachmittags, als die meisten Fragesteller daran waren, kam plötzlich Unruhe auf dem Vorhof auf. In einer Sänfte sitzend, die von vier nuberischen Sklaven getragen wurde, wurde Meranchef vor den neun Treppen abgestellt. Die Wächter, die dabei waren, verdrängten jeden von der Terrasse, ausser Imertnebes und Sanchesi, ihren wichtigsten Priester. Ohne abzuwarten, schritt der Schriftgelehrte auf die Stufen. Ungeachtet der Proteste des Priesters, verbog der Schreiberling seinen Kopf, und, obwohl er nicht kniete, was ungewöhnlich war, erteilte Imertnebes ihm durch ein Nicken das Wort. Währenddessen streckte Sanchesi seine Hände verzweifelt in die Luft.

„Herrin“, sagte der Mann auf seltsam drohende Weise, „ich habe eine wichtige Frage an die Göttin. Ich erwarte eine gut-beratene Antwort von ihr.“ Er schaute direkt in die Augen von Imertnebes. „Weil Dein königlicher Schurz Hathor ist, Göttin, glaube ich nicht, dass Du mich hinderst.“
„Lass es heraus, Meranchef.“
„Gut, ich mache es kurz.“, flüsterte der Schriftgelehrte/Richter fast. Aber trotzdem gelang es ihm, sehr arrogant zu sein. „Da die Göttin weiss, trachte ich nach dem höchsten Amt. Nicht nur in diesem Distrikt, sondern auch in der Hauptstadt. Ich muss meine Absichten nicht weiter erklären. Meine Frage ist, ob die Zeit reif ist, und ob die Göttin mir ihren Segen gibt. Das ist alles.“

Sanchesi’s Mund öffnete sich vor Verblüffung, da er der einzige war, der diese Frage hörte. Weiss wie ein Leinentuch wollte er ausrufen, dass eine solche Frage unangemessen und absolut verdammenswert sei. Der Priester wurde jedoch mit Stummheit geschlagen und konnte kein Wort äussern.

Imertnebes jedoch blieb ruhig wie Eis und sagte in einem angemessenen Tonfall: „Renenwetet wird liebevoll auf die Frage des Schriftgelehrten antworten. Habe für einen Moment Geduld.“

Nach ein paar Augenblicken begann Imertnebes wieder zu sprechen:

„Meranchef, guter Mann, ich danke Dir dafür, dass Du Dir die Mühe machst, mich zu befragen. Obwohl Du die Eigenschaft hast, so hartnäckig zu sein, fühle und weiss ich, dass Deine Seele von Angst und Zweifel geplagt wird. Du hattest in Deiner Jugend so viel Unglück aushalten müssen, aber trotzdem brachtest Du es fertig, so einen hohen Stand in diesem Distrikt zu erlangen. Tief in Dir weißt Du, dass das Amt, das Du so tüchtig ausführst, das höchste ist, das Du erreichen kannst. Deshalb frage nicht weiter, Meranchef, Du hast Dein Lebensziel erreicht, und Du erfüllst es, abgesehen von Deinem äusserlichen Auftreten, ehrenhaft und selbstbewusst.“

Während die Priesterin sprach, verfärbte sich sein Gesicht purpurrot. Es war klar, er hoffte, etwas anderes zu hören. Ohne ein Wort zu sagen und mit geballten Fäusten eilte er die Treppen hinunter, und ohne Zeit zu verlieren, stieg er in seine Sänfte und verliess so schnell als möglich den Vorhof, all sein vorhergehendes hochmütiges Verhalten verloren habend, alle in höchster Überraschung zurücklassend. Nachdem Sanchesi nach einer Weile seine Fassung zurückgewonnen hat, verkündete er, dass die Audienz zu Ende sei und zog sich zusammen mit Imertnebes und den anderen Priestern in den Tempelbezirk zurück.


- 4 –

Imertnebes wusste, dass es nicht lange dauern würde, bis sie sich erklären muss. Nach alledem konnte sie den Erwartungen eines wichtigen Mannes, wie dem Schriftgelehrten, nicht nachkommen. Sie fragte sich, ob sie fähig wäre, morgen die Prozession mit dem Mesektet-Boot zu auszuführen. Sie seufzte: Das war es. Sanchesi musste es machen. Es war unmöglich, die Prozession zu verschieben oder ausfallen zu lassen. Du könntest es Dir nicht leisten, die Göttin warten zu lassen.

Während die Dunkelheit hereinbrach, befand sich Imertnebes in ihren Kammern, eine heilige Papyrusrolle studierend, als ein bekanntes Klopfen Nubhotp’s an der Säule am Eingang ertönte. Sie seufzte. Das war es, und auf die Frage ihrer Dienerin schloss sie sich dem Wachmann Meranchefs, der ihn gesandt hat, an, um ihm zu folgen. Nicht lange danach befand sie sich in dem Raum, wo Meranchef gewöhnlich seine Gefangen verhörte. Er sass auf einer Art Thron, und eine Sklavin fächerte ihm kühle Luft mittels einer sehr grossen Pfauenfeder zu.

Scheinbar gleichgültig sass er auf seinem Stuhl, die Fingerspitzen aneinanderpressend und schaute leutselig durch die halb geschlossenen Augenlider auf Imertnebes herab, die ein paar Schritte von ihm entfernt stand.

„Junge Lady, ich kann mich nicht von dem Eindruck lösen, dass Du eine „dringende Anfrage“ von mir ignoriert hast.“ Seine vorherige entgegenkommende Haltung der Priesterin der Göttin gegenüber war vollkommen verschwunden. „So etwas kann nicht ungestraft bleiben.“ Ein sadistisches Lächeln lag um seinen Mund. „Hast Du irgend etwas zu sagen?“

Imertnebes fand keine passende Antwort und wartete resigniert darauf, was passieren würde. Stockschläge? Ein Floss auf dem Nil – ohne Schatten? Steinigung, nachdem man lebendig in der Wüste begraben wurde? Sie würde es bald wissen. Aber sie wusste, dass Renenwetet sie beschützen würde, und diese Vorstellung hielt sie am Leben.

„Keine Antworten, eh? Auch keine Verteidigung. Nun weißt Du nichts mehr zu sagen. Deine schönen Worte sind Dir vergangen. Die Anklage ist somit erwiesen.“ Er schäumte beinahe vor Wut. „Gehilfe“, sagte er zu einem Diener, „schreibe nieder:“

„Heute, 28. Hathyr, etc. etc., verurteile ich Imertnebes, die sich selbst Priesterin nennt, wegen äussester Fahrlässigkeit während sie ihr Amt ausübte, welches ihr auferlegt wurde, wodurch sie andere in unnötige Lebensgefahr brachte, zum Tode durch Einschliessen ihres elenden Körpers in einer nahe gelegenen Höhle. Während ihres Aufenthaltes in der Höhle ist es niemandem erlaubt, sie zu unterstützen, ihr Nahrung zu geben oder mit Wasser zu versorgen. Ich habe gesprochen.“


- 5 –

Von dem Augenblick an, da die Maurer das letzte Loch geschlossen haben, wusste Imertnebes, dass sie bald den Zustand des „Ba“ erreichen und ihre Seele dann als weisser Vogel ins Jenseits fliegen würde. Sie wartete auf diesen Moment. Der Schriftgelehrte hoffte, sie würde nach dem Schuldspruch zusammenbrechen, aus der Fassung geraten und ihn um Gnade anjammern und anflehen würde. Doch Imertnebes gewährte diesem herzlosen Mann diese Genugtuung nicht. Völlig ruhig, wissend, dass Renenwetet nahe war, erwartete sie ihr Schicksal.

Und nun war sie alleine mit ihrer Göttin. Sie fühlte sich noch mehr eins mit ihr als jemals im Tempel. Jetzt kam noch ein Gefühl der Vollendung hinzu. Ein Wissen, dass sie bald daheim sein würde, um in die Gemeinschaft der Seelen, die von der Unterwelt aus die Menschen des Nils beobachteten, wie sie ihr Leben lebten, aufgenommen zu werden. Es fühlte sich an, als ob sie eine neue Dimension betrat, von der sie alles aus einer scheinbar hohen Position aus beobachten könnte. Auch bemerkte sie, dass sie sich mit all den anderen Seelen identifizieren konnte. Sie fühlte, dass Sanchesi mit seiner Kunst am Ende war und Meranchef vergeblich versuchte, keine Gewissensbisse wegen der Verurteilung Imertnebes zu haben. Ihre Dienerin Nubhotp dachte an eine Rückkehr nach Negada. Offensichtlich zeigte sich die grosse Einweihung weniger kraftvol als sie je wahrgenommen hat.

Plötzlich bemerkte Imertnebes, dass sie sich hoch über dem Nil befand. Sie flog als weisser Vogel höher und höher. Sie erkannte das Rote Meer, die heisse Wüste, das Band der Städte entlang des Nils und das weitentfernte Memphis, die Hauptstadt. Heiligtümer, Pyramiden, die Sphinx – all das konnte sie mit einem Blick erfassen. Sie realisierte, dass sie gestorben ist und dass sie bald die Unterwelt erreichte, die offensichtlich nicht unter den Füssen der Menschheit liegt, sondern hoch in den Wolken. Sie befand sich so hoch, wo weder Wolken noch Luft sind. Aber das war auch gar nicht nötig, denn, was sollte ihre Seele auch mit Luft anfangen. Sie musste nicht atmen. Dort zu SEIN, wo immer das auch sein mag, das ist alles, was zählt.

Nach einer Weile bemerkte sie, dass sie alle Grenzen irdischer Existenz zugelassen hatte. Neben ihr flog ein anderer Vogel. Noch einer schloss sich an, und dann noch einer. Ein paar Momente später kam eine Gruppe von Vögeln von einer anderen Seite hergeflogen, und sie setzten zusammen ihren Weg fort. Immer mehr Vögel schlossen sich an, und der ganze Schwarm liess sich auf grünen Wiesen in einer grossen Oase nieder. Sie stellte fest, dass sie, wie die anderen, nicht länger ein Vogel war. Jeder trug einfache Gewänder aus Leinen. Auf dem Gipfel eines Berges erschienen Leute in weissen Gewändern. Eine von ihnen war ihre verstorbene Mutter, oder war es Renenwetet? Sie lief auf sie zu, und während sie schrie, fielen sie sich beide Frauen in die Arme. Willkommen, liebe Nibi. Deine Reise ist beendet. Komm mit mir in mein Heim...

Deine machtvollen Flügel
Umschlingen mich
Mit so viel Liebe.
Deine Kraft an meiner Seite. Deine Flügel
Ergreifen mich.
Mich, mit meinem ganzen SEIN
Du trägst mich zum Gipfel.
Deine Flügel
Sie werden mich nicht gehen lassen
Sie werden mich nicht fallen lassen
Deine Flügel, meine Flügel
Schlingen sich ineinander
Hier und im Jenseits
Es liegt an Dir, dass ich Weisheit sammle.