Eine weiße Gestalt
Die Nada Kroniken, Teil 39

© Hans Brockhuis 2007
Übersetzung: Gertrud Althausen


“Kommst Du mit?”, sagte die völlig in weiß gekleidete Gestalt, “dann gebe ich Dir eine kurze Aussicht auf unbekannte Ferne.”

Erst zweifelte ich, aber dann ging ich natürlich mit und Hand in Hand starteten wir eine große Reise die prächtige Orte und große Weisheit umfasste.

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Es ist noch nicht so lange her dass ich einen Healing-Abend besuchte der geleitet wurde durch Tineke van der Giessen vom Center of the Soul in Hazerswoude. Sie machte das, so wie man von Ihr gewöhnt ist, auf ihre eigene integere und einladende Manier.

Wir waren ungefähr 40 Männer und Frauen und lagen auf unseren mitgebrachten Matten und unter den Decken im großen Saal um diesen Abend so gemütlich wie möglich zu erleben. Das Licht wurde sanfter geschaltet, im Hintergrund spielte leise entspannte Musik.

Nach der Einleitung gingen Tineke und ihre Assistentin die Reihen entlang um die Menschen nacheinander mit ausgestreckten Armen zu segnen und dafür zu sorgen dass die Energien frei fließen konnten. Wir lagen entspannt und warteten auf die kommenden Ereignisse.

Jeder der da lag erlebte das Geschehen auf seine eigene Weise und außer den sichtbaren Menschen konnte ich fühlen das aus der “anderen Welt” auch ein großes Publikum da war. Seelen die sich durch die friedliche Energie angezogen fühlten.

Mit geschlossenen Augen ließen wir das Geschehen über uns ergehen. Auch ich hatte mich dabei angeschlossen und mir vorgenommen “alles” was passieren würde zu erleben. Und so war es.

Nach einiger Zeit fühlte ich einen nicht zu erklärenden Trieb um meine Augen zu öffnen. Zuerst probierte ich noch diesem Trieb nicht zu folgen aber das gelang mir nicht. Ich sah Tineke und ihre Assistentin die rund gingen, sah die andere Menschen liegen und plötzlich sah ich noch eine dritte Gestalt die sich mit geöffneten Armen einen Weg durch die Reihen suchte. Ich konnte kaum glauben was ich sah und fragte mich wo diese Illusion herkam. Ich sah dass diese junge schlanke Frau nicht Tineke war und auch nicht ihre Assistentin. Die waren weiter hinten im Saal. Diese Dame trug ein weißes Gewand und ihr Gesicht war durch einen Schleier bedeckt. Einen Moment später stand diese Gestalt neben mir. Sie segnete mein “Sein” und ich fühlte eine große Liebe von der Gestalt ausgehen. Diese Erscheinung war eine sehr kräftige, von mir noch nicht öfter vorgekommene Erfahrung. Ich hatte einmal eine Erscheinung meiner verstorbenen Tochter Judith erlebt und ich konnte fühlen dass diese Gestalt nicht Judith war. Aber weil sie einen Schleier trug schien es im Moment nicht wichtig zu wissen wer sie war.

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Als ich meine Augen wieder schloss, vol Dank für dieses Erlebnis, hörte ich eine Stimme flüstern in meinem Kopf.
“Kommst Du mit?”, sagte die völlig in weiß gekleidete Gestalt, “dann gebe ich Dir eine kurze Aussicht auf unbekannte Ferne.”
“Ich will schon, aber dann lasse ich Tineke und die Anderen allein zurück”, sagte ich telepathisch. “Sie werden nichts merken; Du wirst nicht enttäuscht sein.” Neugierig wie ich nun einmal bin fragte ich: “Wer bist Du?”

“Das ist nun nicht wichtig Hans, aber wenn Du jetzt zögerst wirst Du diese Chance vielleicht nie wieder geboten. Kommst Du mit?”

Natürlich ging ich mit und Hand in Hand fing die Reise an nach prächtigen Orten und großer Weisheit. Ich lernte viele Seelen kennen, traf alte Bekannte und versank in wunderschöner Musik, schöner dann die von Johan Sebastian Bach.

Zusammen mit Kindern hüpfte ich über eine Wiese auf einem Hügel mit hohem Gras von unglaublich tiefgrüner Farbe. Wir schwammen in einem Bach am Fuße des Hügels, atmete Gerüche ein die mich erinnerten an Lady Nada. Ich durfte ein Gewand anziehen von einem mir unbekannten Stoff. Feinster als die feinste Seide fühlte es sich an. Schade dass ich es nach einiger Zeit wieder ausziehen musste.

Eine Gruppe Gestalten, die nichts anderes als Engel sein konnten, zog an uns vorbei. Sie winkten mir und ich winkte zurück. Eine wunderschöne Berglandschaft zog an meinem inneren Auge vorbei. Schnee auf den Gipfeln, deren Seiten langsam bedeckt wurden durch Wälder und Wiesen. Kleine Bäche suchten ihren Lauf hinunter ins Tal wo zahlreiche Tierarten sich versammelten. Ich sah ein friedliches Geschehen: 2 kleine Ziegen spielten mit 3 Löwenjungen um eine große Eiche.

Hier und da stand ein Gebäude, alle anders. Ohne dass mir das jemand erzählte wusste ich einfach dass dies keine normalen Gebäude waren so wie im täglichen Leben. In jedem Gebäude wohnte eine Seele die sich eine zeitliche Wohnung gebaut hatte.

Hoch in den Bergen war es kalt, im Tal war es warm. Ein Haiku entstand in mir:
Gehend im Schnee
erlebe ich Wärme und Kälte
und erkenne Wahrheit.

Nach diesem Einfall entdeckte ich dass die Kälte in den Bergen keine Kälte war. Es war ein Gefühl, eine Vibration die im Tal Wärme und in den Bergen Kälte war und doch dasselbe.

Dies lehrte mich dass alles, auch wenn es von Aussen verschieden scheint zu sein, doch das selbe ist. Alles ist eine Form der ursprünglichen Liebe von der wir alle durchdrungen werden. Dass diese Liebe im täglichen Leben nicht immer zum Zuge kommt liegt daran dass wir Menschen den freien Willen bekommen haben und anlässlich sehr oft von unserem Leben ein Fiasco machen und die Liebe blockiert wird durch uns selbst.
Das Schönste von all dem ist, auch wenn wir noch so dualistisch handeln, dass einige Seelen das Leben so leben dass sie durch ihre Reinheit Samen pflanzen um uns zu zeigen dass die Möglichkeit besteht diese Liebe zu erfahren und zu erleben.

~*~*~*~

Die Musik hörte auf und ich war wieder zurück in Hazerswoude. Das Licht wurde wieder heller gedreht und Tineke fragte ob wir alle wieder zurück kehren konnten in den Saal.

‘Meine’ weiße Gestalt war verschwunden, aber ich wusste dass sie in der Nähe, zusammen mit Anderen, zusah wie dieser außergewöhnliche Abend zu Ende ging und wir wieder in den Hexenkessel des täglichen Lebens zurück kehrten, um in Notfällen für uns da zu sein.

Ich brauche Euch sicher nicht zu erzählen wie dankbar ich bin für dieses Erlebnis, dass ich die Welt nach dieser Welt sehen durfte und erfahren habe dass alles ein und dasselbe ist, dass Liebe, Hass, Angst, Wärme, Kälte, Ausdrucksformen des menschlichen Dualismus sind. Illusionen des Lebens.

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