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Ulmensterben


Maja Kluvers – Lenz 2007

Übersetzung: Ashtar-Linara




Der vergangene Winter war ein ganz besonderer. Sehr mild, und überall blühten Bäume, Blumen und Pflanzen, von denen wir es gewohnt sind, dass sie dies tun, aber erst im Frühling. Dieser Winter war eine wahrnehmbares Anzeichen der Klimaveränderung gewesen, die daran ist, zu geschehen. Es war schön, weiterhin in diesem Winter Gartenarbeit zu tun, um die Veränderungen, die wir realisieren wollten, zu beginnen. Wir bekamen oft Bemerkungen zu hören, dass es zu früh im Jahr sei, diese Dinge jetzt zu tun.

Aber war dies der Fall? Und wie willst Du wissen, dass es die richtige Zeit wäre, irgendetwas zu tun? Ist es nur Wahrnehmung, oder ist es eine Reihe von intellektuellen Begründungen? In unserem Fall war es eine Ahnung und die Beobachtung von Anzeichen in der Natur selbst. Während des ganzen Winters beobachteten wir z.B. Frösche im Garten. Jene waren Anzeichen dafür, dass es eine milde Winterzeit werden und bleiben würde, und dass keine nennbare Kälte zu erwarten sei.

Überdies nisteten die Vögel sehr früh, und Blumen, Pflanzen und Büsche blühten. Fragen diese sich, ob sie zu früh daran sind, ihre Schönheit aufs Neue zu zeigen? Oder ist es ein Wissen, dass alle Gegebenheiten sie einladen, einen neuen Frühling anzuzeigen?

Und die Bäume. Diese gigantischen Wesen mit ihren enormen Kräften sind fähig, mit ihrem Wurzelsystem im Boden jedem Wetter zu trotzen, und, während sie dies tun, alles Leben auf der Erde mit Sauerstoff zu versorgen. Welch eine riesige Macht sie sind, hier, um sich selbst allzeit mit Nahrung und Flüssigkeit aus dem Erdreich zu versorgen und diese bis in die äußerste Spitze ihrer Äste und Blätter fliessen zu lassen. Meiner Meinung nach können wir als Menschen dies nur staunend betrachten.

Ich sehe die Sonne durch die Äste scheinen und mit ihren Strahlen liebevoll die frischen Triebe berühren, wie eine Mutter, die ihr Kind zärtlich streichelt. Die Verzweigungen der Bäume sind ein wenig gewachsen, und es sieht aus, als ob man jeden Tag weniger durch sie hindurchschauen kann.

Es sieht so aus, dass eine behutsame Blätterbildung beginnt, während mehr als fünf Wochen nicht geregnet hat. Es muss eine Vorsichtsmassnahme sein, um sich selbst zu schützen und die vorhandenen Energien so weise als möglich zu verwenden. Es ist unübersehbar, dass die letzten Jahre mehr und mehr Bäume scheinbar krank geworden sind und nicht mehr wachsen wollen.

Einer dieser Bäume ist die Ulme. Immer häufiger hören oder lesen, wir, dass sie „genauso“ sterben. Wie kann das möglich sein?

Vielleicht erhalten wir eine Antwort auf diese Frage, und deshalb entscheiden wir uns, die Naturwesen zu fragen.

Die Antwort ist wie folgt:

„Der Boden ist mit Autoabgasen und anderen Abgasen kontaminiert. Besonders in grossen Tiefen gibt es eine hohe Konzentration an schädlichen Substanzen. Bei Regen wandern diese Substanzen in das Grundwasser. Bei längeren Regenperioden geschieht nicht viel mit den Bäumen. Aber so scheint es nur. Während Trockenperioden jedoch, und an Orten, wo es sehr warm ist, müssen die Bäume ihr Wasser aus grossen Tiefen holen. Und genau dort ist das kontaminierte Grundwasser.“

„Die Flüssigkeit, zusammen mit diesen Substanzen, wird von den Bäumen hochgeholt und erreicht das Blattwerk auf dem Weg über den Wurzelsaft. Wegen dieser schädlichen Substanzen und der Menge an Sonnenlicht sind die Prozesse, mit denen der Baum normalerweise fähig ist, das Chlorophyll zu produzieren, völlig gestört. Der auf- und abwärtsströmende Wurzelsaft kommt aus dem Gleichgewicht.“

„DIE AUFWÄRTSFLIESSENDEN MÄNNLICHEN ENERGIEN SIND NICHT LÄNGER IN HARMONIE MIT DEN ABWÄRTSFLIESSENDEN WEIBLICHEN ENERGIEN.“

„Nach einiger Zeit werden die abwärtsströmenden Energien viel größer als die aufwärtsströmenden, weshalb der Baum – so, wie es gewesen ist – sich ‚zu Tode blutet’. Die Balance ist unterbrochen, was grosse Auswirkungen auf den Baum/die Bäume hat Und noch viel mehr für den ganzen Planeten, einschließlich der Menschheit. Weil aber die Grundwasserströme nicht überall gleich sind, sind die gegebenen Signale, das sind der Status des Grundwassers und die Diskrepanz in der Balance, auch nicht überall die gleichen. Aber Störungen gibt es.“

Es ist eine sehr spezielle und alarmierende Antwort. Weil der Status des Grundwassers anzeigt, dass die Bäume sterben. Wie wird sich Mutter Erde, unsere kosmische Mutter, mit dieser Kontamination selbst fühlen? Sind wir uns darüber im klaren, dass sie auch ein Lebewesen wie wir mit einem gigantischen Bewusstsein ist? Immer allen Leben spendend, das sie in sich trägt, auch jenen, die sie bewohnen, wie die Menschheit. Und dass wir ohne diese Geschenke in Fülle nicht überleben könnten?

Das ist etwas, worüber wir eine Weile nachdenken sollen. Und darüber, was wir dafür tun können, damit wir die Harmonie in uns selbst zurückkommen lassen.

Viel Liebe, Maja